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Presse
Steinerne Zeugen einer wechselvollen Vergangenheit
Drei neuere Publikationen zu regionalen Denkmälern vorgestellt (I)

Kulturgeschichtlich betrachtet, weist das Land Brandenburg nur relativ wenige bedeutsame Zeugnisse der Vergangenheit auf. Einzelne Touristenmagnete wie etwa Sanssouci und Rheinsberg können hier nur als Ausnahmen gelten. Großzügig angelegte Schlossanlagen und geheimnisvolle mittelalterliche Burgruinen dagegen finden sich eher in Sachsen und Thüringen. An Denkmälern für Personen oder Ereignisse jedoch weist das Land eine beachtliche Fülle auf, deren Zahl über 30 000 liegt.
Ihre Bedeutung für die Identifikation mit der Heimat ist nicht hoch genug einzuschätzen, stellen sie doch einen prägenden Teil der Kulturlandschaft dar und erlauben zudem Einblicke in kulturelle, politische, militärische und religiöse Verhältnisse der Vergangenheit.
In jüngster Zeit erschienen gleich drei Veröffentlichungen, die sich den Denkmälern bzw. dem Umgang mit ihnen im Land Brandenburg widmen. Da sie sich auch auf die Gubener Region beziehen, seien sie hier in einer Folge von drei Beiträgen vorgestellt.
Als erstes ist der Band „Denkmale in ländlichen Regionen der Mark Brandenburg“ zu nennen, der im Findling-Verlag (ISBN: 3-933603-21-8; Preis: 9,50 € ) in Neuenhagen bei Berlin erschien. Er vereinigt auf mehr als 200 Seiten im handlichen Taschenbuchformat eine Vielzahl von Denkmälern, die zumeist mit einer aktuellen Abbildung versehen, in „Geschichte und Geschichten“ vorgestellt werden. Als Verfasser des informativen Bandes fungierte Dr. Konrad Jörg Müller, der bis zum Jahre 2000 als Professor am Institut für Geographie der Technischen Universität Berlin lehrte.
Er fasst den Begriff des Denkmals sehr weit – angefangen von Gedenksteinen, über Gedenk-Tafeln, Porträt-Reliefs und Grabsteinen bis hin zu Inschriften an Gebäuden, wie z. B. jener an einem Stall in der Ortschaft Polßen in der Uckermark. Dort ist noch immer der weißfarbene Schriftzug „Festigt die internationale Solidarität und Einheit der Arbeiterklasse im Kampf für Frieden, Demokratie und Sozialismus!“ gut zu erkennen. Sie stammt aus der zweiten Hälfte der 1940er Jahre und erinnert an die Bodenreform. Kriegerdenkmäler des 1. und 2. Weltkrieges behandelt dieser Band nur am Rande. Zudem bleibe in ihm die jetzt polnischen Gebiete der ehemaligen Mark Brandenburg ausgeklammert.
Das chronologisch aufgebaute Buch widmet sich den über 180 behandelten Denkmälern in chronologischer Weise in mehreren Kapiteln, die vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit reichen. So ist eine Abbildung mit Text einem Stein in der Gemeinde Bliesdorf gewidmet, der an den Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 erinnert. Eine Übersichtskarte sowie ein Orts- und Personenregister erleichtern dem interessierten Leser die kurzweilige Lektüre des Bandes, der zudem abschließend weiterführende Literatur aufführt. Bei Betrachtung ersterer fällt auf, dass der südliche Teil des jetzigen Landes Brandenburg, und damit auch der Landkreis Spree-Neiße, recht stiefmütterlich behandelt wurde.
Natürlich musste bei einer solch großen Anzahl von Denkmälern eine repräsentative Auswahl getroffen werden. Doch eine derartige regionale Unausgewogenheit kann zu falschen Eindrücken führen. So stellt der aufmerksame Leser verwundert fest, dass dem Autor für die Gubener Region gar nur ein einziges Denkmal nennenswert erschien. Es ist jenes in Bresinchen, direkt an der B 112 gelegen, das an die Anlegung der Kreis-Chaussee von Guben nach Neuzelle in den Jahren 1887 bis 1889 durch den damaligen Königlichen Landrat des Landkreises Guben, Prinz Heinrich zu Schoenaich-Carolath, erinnert. Zu erfahren ist, dass dieses Denkmal nach dem 2. Weltkrieg weggeräumt wurde und erst nach der „Wende“ 1989 wieder zur Aufstellung gelangte. Wohl jedem, der diesen Stein in der scharfen Kurve mitten im Dorfe passierte, wird er schon durch die teils gelöschte Inschrift aufgefallen sein. Ein vergleichbarer Stein steht ebenfalls im Dorfe Neuzelle.
Zumindest das Steinkreuz bei Klein Gastrose, die Tafel für den Kantor von Sankt Nikolai, Johann Crüger, in der Groß Breesener Kirche sowie das Familiengrab der Gubener Hutfabrikantendynastie Wilke am Deulowitzer See hätten hier unbedingt ebenfalls aufgenommen werden sollen.
Auf S. 25 wird ein Denkmal in Wussegk bei Schlepzig nördlich von Lübben genannt, das einem gebürtigen Gubener errichtet wurde. Es erinnert an Johann Georg Hutten, der von 1615 bis 1683 lebte. Während des 30jährigen Krieges fungierte er als Superintendent in Lübben und betreute seine kleine evangelische Gemeinde während dieser Zeit des Grauens seelsorgerisch. Später avancierte er zum ersten Generalsuperintendenten des Markgrafentums Niederlausitz. In seiner Geburtsstadt indes scheint dieser Mann offenbar vergessen zu sein.
Teil II behandelt den Band „Kriegerdenkmale in Brandenburg“.

Andreas Peter

2004-05-16

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