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Presse
Der Aufstand des 17. Juni im Land Brandenburg
Eine neue Veröffentlichung der Landeszentrale für politische Bildung vorgestellt

Die „Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung“ gab in den letzten Jahren mehrfach Publikationen heraus, die wertvolle Beiträge zur regionalen Geschichte bieten. Erinnert sei nur an den Band von Almuth Püschel „Der Angeklagte ist Jude“ der 1996 in 1. Auflage erschien und wegen des großen Interesses kaum zwei Jahre später erneut aufgelegt wurde. 1998 erschien als Band 10 der „Brandenburgischen Historischen Hefte“ eine Veröffentlichung über „Das `Russenlager, Guben“ während des 1. Weltkrieges. Nicht zu vergessen der Band von Andreas Weigelt zur Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 6 in Jamlitz 1945 – 1947, „Umschulungslager existieren nicht...“, der 2001 herausgegeben wurde.
Unter den zahlreichen Publikationen zum Aufstand des 17. Juni 1953, der sich kürzlich zum 50. Male jährte, befindet sich ein Buch, das für Guben von besonderer Bedeutung ist. Der Historiker Burghard Ciesla stellte eine Dokumentation zu Vorgeschichte, Verlauf und Wirkungen des Aufstandes für das Gebiet des jetzigen Landes Brandenburg, also den damaligen Bezirken Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam, zusammen.
Unter dem Titel „Freiheit wollen wir!“ enthält es auf 254 Seiten 68 im Wortlaut wiedergegebene Dokumente nebst Fotos und Faksimiles. Eine ausführliche Einleitung und Kommentare zu den einzelnen Dokumenten sowie ein Anhang mit Literaturverzeichnis, Personen- und Ortsregister vervollständigen den empfehlenswerten im Berliner Verlag von Ch. Links erschienenen Band.
Die bislang unveröffentlichten Quellenmaterialien, wie z. B. Meldungen, Aktennotizen, Stimmungsberichte, Lageeinschätzungen, Analysen, Befehle und Fernschreiben, entstammen dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam sowie dem Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit. Der zeitliche Rahmen ihrer Entstehung reicht vom Januar 1953 bis zum Juli 1965.
Für Guben werden die drei Arbeitsniederlegungen auf der Baustelle Drewitz, dem Bahnwerk Grunewald sowie im Sägewerk Tauer benannt (S. 181), an denen insgesamt 562 Beschäftigte teilgenommen haben. Beachtenswert ist hier die Tatsache, dass sich diese Arbeitsniederlegungen nach der Verhängung des Ausnahmezustandes (siehe Faksimile) ereigneten!
Sehr aufschlussreich ein Dokument aus der Kreisdienststelle Guben des Ministeriums für Staatssicherheit vom Juli 1965, in dem auf die Ereignisse des Jahres 1953 Bezug genommen wird und man sich darüber Gedanken machte, an welchen „Schwerpunkten im Kreisgebiet Guben, ... Ausgangspunkte einer feindlichen Handlung ...“ entstehen können. Zum VEB Chemiefaserkombinat heißt es darin wörtlich. „Dort gibt es eine Reihe ungeklärter Störungen, die auf eine mögliche feindliche Tätigkeit hinweisen und arbeiten eine Reihe Personen mit negativen Merkmalen.“ Zur Gemeinde Kerkwitz hatte das MfS folgendes notiert: „In der Gemeinde Kerkwitz bestand eine starke Ortsgruppe der NSDAP und ein Teil der Einwohner gehörte 1945 dem „Wehrwolf“ an. Am 17. Juni gab es zwei Provokateure in der Ziegelei, welche aber nicht wirksam wurden.“
Insgesamt eine begrüßenswerte Arbeit, die jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass für die drei ehemaligen Bezirke des jetzigen Landes Brandenburg keine Gesamtdarstellung zum Aufstand des 17. Juni erarbeitet wurde. Für Sachsen dagegen legte die Historikerin Heidi Roth bereits 1999 einen voluminösen Band von mehr als 650 Seiten zum Thema vor.
Trotzdem stellt der vorgestellte Band eine aufschlussreiche Lektüre dar, die über den 50. Jahrestag des Aufstandes hinausreicht und zu einer weiteren Beschäftigung mit dem Jahr 1953 auf regionaler Ebene anregt. Dazu sollten allerdings auch Überlieferungen der damaligen Kreisverbände der CDU, der LDP sowie der anderen Parteien und Massenorganisationen, der Kirchen sowie die zeitgenössischen Materialien der Ostbüros der westdeutschen Parteien herangezogen werden, um die Situation Mitte 1953 von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.
Zu beziehen ist das Buch gegen Portoersatz über die Landeszentrale für Politische Bildung in 14460 Potsdam.

Andreas Peter

2003-06-23

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